Stationäre Pflege

Träger: KAPESO gGmbH Hospitalstr. 12  59609 Anröchte

Wenn häusliche Pflege nicht ausreicht oder nicht sichergestellt werden kann, ist die Unterbringung in einem Pflegeheim oft unumgänglich. Jedoch ist eine solche Unterbringung meist mit erheblichen Kosten verbunden. Die Kosten eines Plegeplatzes sind von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich und hängen vom Grad der Pflegebedürftigkeit ab.

Vereinbarung zur Vergütung (Leistungen) der Heimkosten ab 01.01.2018

Stand: 01.01.2017Grad 2Grad 3Grad 4Grad 5
Pflegeaufwand*1.493,01 €1.943,53 €2.456,72 €2.686,69 €
Altenpflegeausbildungsumlage112,25 €109,82 €109,82 €109,82 €
Unterkunft/ Verpflegung912,29 €900,74 €900,74 €900,74 €
Investitionskosten DZ mtl.274,08 €314,54 €314,54 €314,54 €
Gesamtkosten2.791,64 €3.268,63 €3.781,81 €

4.011,79 €

abzüglich Pflegeversicherung-770,00 €-1.262,00 €-1.775,00 €-2.005,00 €
Eigenanteil Bewohner2.021,71 €2.006,72 €2.006,72 €2.006,72 €

Investitionskosten Einzelzimmer mtl. 308,15 €.

Bei ausschließlicher Ernährung über Sonde verringert sich das Entgelt für Unterkunft/ Verpflegung um 132,33 €.

Der einrichtungseinheitliche, monatliche Eigenanteil (EEE) für die Pflegegrade 2 bis 5 beträgt auf der Basis von 30,42 Tagen/Monat durchschnittlich 723,09 €. *Dieser ist bereits im Pflegeaufwand enthalten.

 

Pflegewohngeld

Für Heimbewohnerinnen und Heimbewohner die einem Pflegegrad (2-5) zugeordnet sind, kann der zuständige Sozialhilfeträger auf Antrag der Einrichtung Pflegewohngeld gewähren. Für nicht pflegeversicherte Personen kann allerdings kein Pflegewohngeld bewilligt werden.
Für beihilfeberechtigte Personen kann Pflegewohngeld unter bestimmten Voraussetzungen gewährt werden.

Pflegewohngeld ist eine Leistung nach dem Landespflegegesetz NRW, die zur Finanzierung der Investitionskosten dient. 
In Höhe des Pflegewohngeldes verringern sich die Heimkosten der Bewohner.

Neben dem Einkommen wird auch das Vermögen bei der Ermittlung des Pflegewohngeldes berücksichtigt. Im Pflegewohngeld gilt bei Sparvermögen für Alleinstehende ein Freibetrag von 10.000 €, für Verheiratete ein Freibetrag von 15.000 €. Dieser Freibetrag erhöht sich jeweils um bis zu 6.000 € für eine Bestattungsvorsorge (Bestattungsvorsorgeverträge / Sterbeversicherung), wenn diese ausschließlich zur Finanzierung der eigenen Beerdigung abgeschlossen wurden. 

Sozialhilfe

Für den Fall, dass die monatlichen Einkünfte, die Leistungen der Pflegekasse und das Pflegewohngeld nicht zur Begleichung ausreichen, kann geprüft werden, ob die Restkosten aus Mitteln der Sozialhilfe übernommen werden können.

Ob Sozialhilfe erbracht werden kann, ist neben dem Einkommen auch abhängig vom Vermögen des Hilfesuchenden.
Leistungen können lediglich bewilligt werden, wenn das Vermögen den sogenannten Schonbetrag in Höhe von 5.000,00 € für Alleinstehende, bzw. 10.000,00 € für Verheiratete nicht übersteigt. Diese Freibeträge erhöhen sich jeweils um eine angemessene Bestattungsvorsorge (Bestattungsvorsorgeverträge /Sterbeversicherung), wenn diese ausschließlich zur Finanzierung der eigenen Beerdigung abgeschlossen wurden.